🇲🇦 Was eine Panne in Marokko über Verantwortung und Planung lehrt

Shownotes

In dieser Folge nehmen wir euch mit auf die bisher heftigste Etappe unserer Weltreise. Von der chaotischen Überfahrt nach Tanger bis zur Panne auf der Autobahnbrücke erleben wir einen kompletten Overlanding-Tag voller Überraschungen, Learnings und unglaublicher Begegnungen.

In dieser Episode erfahrt ihr: • Warum unsere Starterbatterie wieder Probleme machte • Wie wir im Hafen von Algeciras in einen Abzockversuch geraten sind • Wie der marokkanische Zollprozess wirklich abläuft • Warum der Bronco plötzlich auf einer Brücke stehen blieb • Wie man eine Panne im Ausland sicher managt • Wieso uns marokkanische Gastfreundschaft emotional komplett abgeholt hat • Welche neuen Businesskontakte sich durch die Panne ergeben haben • Warum wir immer mehr merken, wie sehr uns diese Reise verändert

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hey, willkommen bei Podcast Nummer drei.

00:00:02: Ihr wisst ja, Folge eins ist verloren gegangen.

00:00:05: Aber wir starten direkt durch hier aus dem schönen Marokko.

00:00:10: Wie wir hierhin gekommen sind, das möchte euch Alex jetzt erzählen.

00:00:16: Nicht nur ich, aber ich fange mal an.

00:00:20: Wir sind gestern angekommen und sind uns beide einig, das war einer der ereignisreichsten Tage unseres Lebens.

00:00:29: Das fing an morgens.

00:00:31: Wir hatten die Fähre gebucht um elf Uhr, fünfzehn, sollte es losgehen.

00:00:37: Und das hat dann nicht so ganz funktioniert.

00:00:41: Da hat ja so ein frecher Kerl beim letzten Mal drunter geschrieben, langweilig, unter unserem Podcast.

00:00:47: Und da arbeiten wir dran.

00:00:49: Da müsst ihr natürlich auch dazuschreiben, warum langweilig, sonst können wir uns nicht verbessern.

00:00:53: Aber heute wird es überhaupt nicht langweilig.

00:00:58: Denn ich wollte ... Ich glaube um acht den Motor starten, damit wir um elf auf der Fähre sind und der Motor sprang nicht an.

00:01:06: Schon wieder, schon wieder, schon wieder war die Starter Batterie leer.

00:01:12: Haben wir natürlich schon wieder und schon wieder nicht vorher geprüft.

00:01:16: Wir haben immer gesagt, wir müssen einen Tag, bevor wir irgendwie wieder losfahren, prüfen, ob das Auto funktioniert.

00:01:22: Und wir haben es wieder nicht getan.

00:01:24: Wir sind nicht lernfähig, aber beim nächsten Mal klappt das.

00:01:28: Startup-Atterie kommt an den NOKO-X, also an die Aufladestation.

00:01:34: Und wir gehen ans Meer.

00:01:36: Und Alex hatte noch die tolle Idee.

00:01:39: dem Carlos, wo wir die Karten einen Tag vorher gekauft haben, eine WhatsApp zu schreiben.

00:01:43: Und hier kommt jetzt das allererste Learning des Tages.

00:01:47: Was hat es mit der WhatsApp

00:01:48: auf sich?

00:01:51: Ja, die WhatsApp-Nummer, die haben wir natürlich bekommen, als wir den Tag vorher offline.

00:01:56: Wir sind ja eigentlich digitale Nomaden und sehr digital orientiert.

00:02:00: Aber wir haben die Karten offline gekauft, sind dafür extra mit dem Bus nach Al-Gisiras gefahren und haben den legendären Carlos

00:02:09: aufgesucht.

00:02:10: War nicht schwer zu finden, im Industriegebiet war auch super

00:02:13: mit dem Bus erreichbar.

00:02:15: Wir sind dort her, weil alle bei Carlos ihre Fertickets

00:02:18: kaufen.

00:02:20: Jetzt kauft man ein Fährticket im Internet und wenn ihr dann wirklich Not habt, bucht das dann da mal um.

00:02:26: Das war jetzt unser Glück, weil wir haben es offline gekauft und haben es mit einer einzigen WhatsApp umbuchen können und das fand ich

00:02:34: schon

00:02:35: mega guter Service.

00:02:37: und so konnten wir dann um vierzehn Uhr dreißig losfahren.

00:02:42: Die Batterie war dann halb

00:02:44: voll

00:02:45: und wir sind dann einfach mal so Richtung Fähre aufgebrochen.

00:02:49: nach einem Weg, den uns Carlos auch genannt hat.

00:02:52: Das ist nämlich auch wichtig.

00:02:55: Ja, wir sind so gegen elf dann losgefahren.

00:02:58: Wir haben gedacht, dann haben wir genügend Zeit, um anzukommen.

00:03:01: Wir sind um halb drei auf jeden Fall auf der Fähre, denn wir wollten nicht wieder riskieren.

00:03:06: irgendwie zu spät zu kommen.

00:03:09: Und wir sind losgefahren und hat alles gut geklappt.

00:03:12: Wir sind in den Hafen rein, haben die Ausfahrt genommen, die auf Carlos Beschreibung stand.

00:03:18: Man bekommt da so eine kleine Mappe, wie man das aus alten Reisebürozeiten gewöhnt ist.

00:03:23: Da sind die Tickets drin und auf der Mappe drauf ist die Beschreibung, wie kommt ihr zur Fähre?

00:03:29: Ja, warum ist das wichtig?

00:03:30: Das ist deswegen wichtig, weil wir haben gerade eben mit einem deutschen Ehepaar hier gesprochen.

00:03:35: Und die haben nämlich den Weg zur Fähre nicht gefunden und sich im Hafen verhasbelt.

00:03:40: Und das war ich auch gar nicht so leicht zu finden.

00:03:42: Aber wir haben auch einen entscheidenden Fehler gemacht, nämlich an der Stelle, wo uns vier freundliche Männer rauswunken, sind wir dann auch tatsächlich rausgefahren.

00:03:54: Ja, die sahen auch offiziell aus.

00:03:56: Die hatten also Warenwesten an und haben uns rausgewunken und wir haben gedacht, jetzt geht's hier los, hier muss man irgendwas machen.

00:04:02: Dann haben wir dann dann auf die vier Männer gehört.

00:04:05: Die haben gesagt, wir brauchen eure Tickets, wir haben die Tickets gezeigt.

00:04:08: und jetzt haben sie gesagt, ihr müsst jetzt für den Stempel, den wir auf die Tickets machen, für die Hinfahrt und für die Rückfahrt jeweils zwanzig Euro an uns bezahlen.

00:04:36: Ich gucke den Typen

00:04:37: an

00:04:38: und sehe die anderen Vanlifer, die da auch geparkt haben.

00:04:42: Reiß dem Typen mein Ticket aus der Hand und gib einfach Gas.

00:04:46: Und vielleicht warst du da so ein bisschen perplex oder so.

00:04:49: Ich weiß auch nicht genau.

00:04:51: Das war doch die beste Reaktion überhaupt.

00:04:55: Nee, ich war da gar nicht perplex, weil auch hier wieder der Vorteil, dass wir bei Carlos gebucht haben, wir sind schon dort drauf hingewiesen worden, dass man bis zur Fähre keinen Cent extra mehr bezahlen muss.

00:05:07: Alles ist mit dem Preis für das Ticket abgegriffen.

00:05:12: und da sind wir dann beide hellhörig geworden und haben gesagt, das kann nicht sein, das ist hier irgendwie ein

00:05:18: Fake.

00:05:20: Ja, so eine echte gaune Aktion.

00:05:21: Und dann sind wir dann zu dem offiziellen Parkplatz gekommen, mussten dann ein paar Stunden warten.

00:05:27: Da fuhr auch die Polizei ständig Streif und hat dann auch andere Leute, die aber eigentlich nur mit den Arabern da Geschäfte machen wollen, immer wieder das Platz ist verwiesen.

00:05:39: Wir haben einen ganz netten Menschen da kennengelernt, der dann im Wohnwagen unterwegs war.

00:05:43: Mit ihm haben wir die ganze Zeit dann dort uns unterhalten und auch nachher auf der Fähre unsere Zeit verbracht.

00:05:49: Und dann ging halt auch die lange Wartezeit zwang glaube ich drei Stunden super

00:05:54: schnell um.

00:05:56: So, die erste Etappe ist fast geschafft.

00:06:00: Wir stehen

00:06:00: jetzt hier am Hafen von Al-Ghaziras, warten auf unsere Fähre.

00:06:06: Vielleicht ist es die, die man im Hintergrund sieht.

00:06:08: Man weiß es nicht.

00:06:10: Eigentlich wollten wir um halb drei starten.

00:06:15: Aber die kommt ja aus Afrika.

00:06:18: Und schafft das wahrscheinlich nicht ganz pünktlich.

00:06:22: Hier müssen wir die ganzen Autos auch noch verladen werden.

00:06:24: Ich bin ein bisschen aufgewägt, ehrlich gesagt.

00:06:29: Und freue mich, wenn wir nachher dann wieder festen Boden unter den Füßen haben.

00:06:34: Auf jeden Fall war total spannend, überhaupt da so zu gucken und uns mit dem netten Herrn mit seinem Wohnwagen zu unterhalten.

00:06:42: Der war schon öfter in Marokko unterwegs.

00:06:45: Der hat uns dann so ein bisschen von seinen Erfahrungen berichtet.

00:06:49: Und ja, das war nicht schlimm, dass wir so früh da waren.

00:06:52: Und wir hatten natürlich extrem viel Zeit, weil die Fähre natürlich nicht um vierzehn oder dreißig abgefahren ist.

00:06:59: Da war auch noch gar keine Fähre in sich zu dem Zeitpunkt.

00:07:03: Aber wir standen schon mal gut in der Schlange und haben da gewartet und die Leute beobachtet.

00:07:09: Irgendwann kam die Fähre mal und wir hatten das schon bei den Vorfähren beobachtet.

00:07:14: Jeder, vierzig Tonner, fuhr da rückwärts drauf.

00:07:17: Vierzig Tonner mit einem Gespann.

00:07:20: Boah.

00:07:21: Und ich hab gedacht, ich will da nicht mit dem Bronco rückwärts drauf fahren.

00:07:25: Das ist so ein unübersichtliches Objekt.

00:07:29: Aber wenn es dann gemacht werden muss, muss es gemacht werden.

00:07:31: Und Gott sei Dank fuhren die fürzig Tonner rückwärts drauf.

00:07:35: Und alle anderen durften dann auf Einzelrampen dann vorwärts drauf fahren.

00:07:42: Und total lustig.

00:07:45: Ich fuhr dann auf das Deck und hörte immer einen Schrei in die ganze Zeit.

00:07:49: Dann machte ich das Fenster runter, ich konnte niemanden sehen.

00:07:52: Hab gerufen, wer schreit denn da die ganze Zeit?

00:07:55: Und dann sahen wir ein kleines Männlein in der Ecke stehen, der sich aufregte ohne Ende.

00:08:01: Und der war wirklich erst mal unsichtbar.

00:08:03: Und der hatte gesagt, ey, fahrt jetzt endlich mal weiter, ihr deutschen Deppen.

00:08:08: Ja, wir deutschen Deppen und auch die anderen mit den kleineren Fahrzeugen, die durften nämlich auf der Fähre drehen.

00:08:14: sodass wir auch nicht rückwärts runterfahren mussten.

00:08:16: Das hätte ja auch sein können.

00:08:18: Musste man da nicht.

00:08:19: Da hat uns nämlich nur in die richtige Richtung gewunken.

00:08:24: Und regte sich total auf.

00:08:26: Dann ging es los.

00:08:27: Wir haben das Auto stehen lassen auf Ebene Vier.

00:08:29: Das ist riesig groß.

00:08:30: Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Autos und Lkws auf so

00:08:34: ein

00:08:35: Pferdschiff passen.

00:08:37: Ja, ich war total überrascht.

00:08:39: Dann sind wir an Deck gegangen.

00:08:41: Ja.

00:08:42: viel Zeit draußen verbracht und mussten dort so ein Zettel ausfüllen, wo man halt seine Details einträgt.

00:08:50: Beruf und ID-Nummer, das Passport und Geburtsdatum, Geburtsort und so weiter und so fort.

00:09:01: Diesen Zettel, ja, was hatte der Zettel auf sich?

00:09:03: Das erzählst du jetzt mal.

00:09:06: Da sind ganz normal Zöllner an Bord.

00:09:08: Die haben da so ein kleines Haus.

00:09:10: Das muss man auch erst mal rausfinden, dass die überhaupt an Bord sind.

00:09:13: Und den gebt man den Zettel ab und dann reißt man praktisch auf dem Schiff schon ein.

00:09:18: Und Batterie hatte ich abgeklemmt mit der Schnellabklemmung im Bronco, sodass die auch nicht weiter leer ziehen konnte.

00:09:26: Und wir waren vorbereitet, dann rüber zu fahren.

00:09:30: Und jetzt kommt halt so Die ganze Story mit der Geschichte Tanga Med, weil Tanga Med ist nicht

00:09:38: Tanga.

00:09:41: Tanga Med ist der Hafen, wo wir dann gelandet sind.

00:09:45: Und es war recht unheimlich.

00:09:48: Da war auch weit und breit keine Stadt in der Nähe zu sehen.

00:09:51: Es waren Riesenhafen mit Riesenzäunen.

00:09:55: Man musste da so durch den geführten Weg fahren und wurde ständig kontrolliert.

00:10:00: Aber auch durchgewunken.

00:10:02: und am Ende haben wir gedacht, jetzt haben wir es geschafft.

00:10:05: Und dann kam das Sprachproblem.

00:10:09: Erzähl du mal weiter.

00:10:12: Der Hafen ist komplett wie ein Hochsicherheitstrakt abgesperrt mit Zäunen und man sieht, das ist eine riesige Grenzfestung.

00:10:21: Und wir sind einfach dann frech dem Mann mit dem Wohnwagen hinterhergefahren.

00:10:27: Und das hätten wir besser mal nicht machen sollen, weil dann kam so eine Art höherer Zollbeamter und hat ihn französisch gefragt, ob wir schon im Scanner waren.

00:10:37: Und ich bin halt immer so ein Typ, der sagt dann, ja klar, waren wir im Scanner.

00:10:41: Boah, wenn ich das gemacht hätte, wir hätten einen Riesenärger bekommen, weil ich sah schon andere Leute, die das Auto komplett ausräumen mussten.

00:10:51: Also da war wirklich jedes Teilag auf der Straße.

00:10:54: Das wollten wir natürlich vermeiden.

00:10:56: Also haben wir gesagt, nein, wir waren nicht im Skate.

00:10:58: Ja, weg mit euch geht da hinten hin.

00:11:00: Und dann haben wir einen Platz gefunden, wo immer so sechs, sieben Autos sehr eng hintereinander stehen und dann fährt so ein riesengroßer mobiler Scanner überall drüber.

00:11:12: Darf man auch nicht drinsitzen?

00:11:14: und Den könnt ihr euch so ein bisschen so vorstellen, wie ein Lkw, der so einen Aufbau dran hat, der dann in der Lage ist, einmal komplett den Wagen durch zu scannen.

00:11:27: Also Wagen steht und dieser Lkw fährt über einen drüber, so eine Art Brücke, eine Scannenbrücke.

00:11:33: Ja, ein riesen, riesen Ding und ... Da standen dann fünf bis sechs Autos hintereinander.

00:11:38: Die Insassen mussten aussteigen.

00:11:41: Die Autos wurden gescannt.

00:11:42: Das war ein ganz spannender Vorgang.

00:11:45: Man wusste nicht so recht, was passiert denn jetzt hier?

00:11:47: Und was entdecken die da oder auch nicht?

00:11:51: Und wir haben gewartet.

00:11:53: Und während wir gewartet haben, hörten wir Stimmen von den Zäunen hinterm Zaun.

00:11:58: Da waren fünf, sechs Männer, die irgendwas geschrien haben.

00:12:04: Wir wissen gar nicht was.

00:12:05: und dann kletterten die auf einmal über den Zaun, der eine quetschte sich durch den Zaun, das warst du gesehen, und die anderen sprangen da drüber, also der Zaun, der war bestimmt drei, vier Meter hoch, ich weiß nicht, wie man da drüber klettern kann, aber sie haben es geschafft und es war ein bisschen gruselig.

00:12:22: Ja.

00:12:23: Ich hab das eben nicht übertrieben gesagt, das war ein Hochsicherheitstraktort und auf einmal drangen diese Leute da ein, aber stellte sich auch schnell raus, dass die so eine Art Katz- und Maus-Spiel mit den Zöllnern spielten, weil die stürten sich immer nur dann da dran, wenn die nicht direkt wieder verschwanden, also einen Zaun rüber, dann über den anderen wieder, dann immer dieses Gistikulieren und Schreien und das war ein Spiel, das hab ich noch nie gesehen, so was.

00:12:49: Und mit den arabisch sprechenen Leuten, die über die Fähre gekommen sind, haben die da irgendwelche Sachen gemacht.

00:12:56: Aber was wissen wir auch nicht.

00:12:58: Wir wurden auch nicht darüber informiert, was da los ist.

00:13:02: Es war ein ganzes Gerenne, ein Chaos, ein Tober wo.

00:13:08: Und wir wurden dann gescannt und durften dann wieder zu unserem eigentlichen Zollpunkt zurückfahren.

00:13:16: Und dort wurden wir dann

00:13:19: auch

00:13:19: entsprechend durchläuft.

00:13:22: Das hat länger gedauert und wir wurden immer nach so einem kleinen Zettel gefragt, erinner ich mich.

00:13:28: Erst haben wir gar nicht verstanden, was soll das sein?

00:13:31: Ein kleiner Zettel, irgendwas ID und K. Und dann haben wir den unseren ... oder nicht unseren Pass, unseren Personalausweis gezeigt und gedacht, vielleicht möchten die den sehen, zusätzlich zum Reisepass.

00:13:45: Aber dann sagt er irgendwas von K. Und na, also eigentlich sprechen die Grenzleute dort eher französisch oder arabisch.

00:13:55: Und unser Französisch ist wirklich rudimentär und arabisch gleich null.

00:14:02: letzten endes haben wir dann verstanden ah der möchte jetzt unseren fahrzeugschein nochmal haben.

00:14:06: dann hat er den fahrzeugschein genommen und die reisepässe genommen ist damit irgendwie fünf minuten verschwunden und wir wussten nicht was passiert denn jetzt.

00:14:15: hier haben die vielleicht irgendwas entdeckt beim scan Was jetzt da nicht in Ordnung war, vielleicht kommen die gar nicht mehr wieder und haben jetzt alles einkassiert.

00:14:27: Und dann kam er zurück.

00:14:29: Dann kam er zurück, hat uns den kleinen Zettel gegeben und gesagt, dieser kleine Zettel ist in ganz Marokko essentiell, weil der ist auf euer Auto ausgestellt und den müsst ihr überall bei jeder Kontrolle vorzeigen.

00:14:42: Und hier wirst du ständig kontrolliert, zwei, drei Mal bei einer Fahrt, aber ... Da ist vielleicht als auch schon so ein kleiner Vorgriff, wir sind nie kontrolliert worden, weil der Mensch, der den Bronco gefahren hat, das bin ich ich gewesen und da werdet ihr gleich noch richtig staunen, was da passiert ist.

00:15:03: Ich musste erst mal aussteigen und dachte, nein, jetzt sind wir fällig, ich muss den ganzen Bronco jetzt ausräumen und stehe hinten mit dem Zöllner

00:15:14: am

00:15:15: Auto, sage, Soll ich mal aufmachen?

00:15:19: Ja, ja, open it, open it.

00:15:21: Und dann fragt er mich, what is the name of this?

00:15:26: Und dann zeige ich ihm so die Klappe, dann sage ich, this is a window.

00:15:31: Und dann sagt er zu mir, yes, window, window.

00:15:34: Please open it, please open it.

00:15:35: Ich mach das hinten das Fenster auf.

00:15:38: Ich lasse die ganze Leiter runter und sage, bitte, wie so ein Gastgeber, bitte.

00:15:48: Bitte treten Sie ein, das ist mein Haus.

00:15:51: Dann guckt er da rein, sieht das riesen Chaos und sagt, no, no, no, no.

00:15:55: What is this, Dronas?

00:15:57: Dronas, sagt er immer so, da meinte er Dronen mit.

00:16:00: And weapons, weapons, weapons.

00:16:03: Weapons, weapons.

00:16:03: Er sagt, no, no drones, no weapons.

00:16:07: Okay, go.

00:16:09: Aber ganz freundlich, die sind super, super nett die Leute und wir haben uns da auch die ganze Zeit sicher und gut behandelt gefühlt und sind halt wie alle Leute erstmal total konzerniert, wenn so dermaßen viele Eindrücke auf einmal zu auf einen drauf rasseln und niemand dir erklärt, was denn jetzt eigentlich ist.

00:16:32: Diese schreienen Menschen, das Gummengrenne, das Fahr von da, nach da, nach da, nach da, der kleine Zettel.

00:16:40: Ja, das Dumme ist halt gewesen, als wenn es uns jemand erklärt hätte, wir hätten die Sprache gar nicht verstanden.

00:16:48: Aber egal, also wir sind dann losgefahren, haben dann unser Google Maps noch eingestellt.

00:16:54: mussten dann noch dreiundsiebzig Kilometer waren es tatsächlich, glaub ich, bis zum Campingplatz, also bis zu unserem Ziel für den Abendfahren.

00:17:02: So langsam dunkel und man konnte auswählen.

00:17:05: Mautstraße oder nicht, Mautstraße.

00:17:08: Mautstraße war viel kürzer.

00:17:10: In dem Fall haben wir gesagt, wir fahren über die Mautstraße.

00:17:14: Was aber dann irgendwie blöd war.

00:17:16: Wir hatten gar kein Geld mehr dabei.

00:17:18: Also weder Euro noch dir haben.

00:17:20: Wir sind einfach losgefahren, ohne irgendwie Geld zu haben und ohne zu wissen, wie bezahlen wir jetzt überhaupt diese Mautstraße?

00:17:27: Der Plan war natürlich nach ein, zwei Kilometern anzuhalten, was wir ja dann auch gemacht haben, um zum Geldautomaten zu gehen.

00:17:36: Aber da war kein Geldautomat, weil wir fuhren über eine Autobahnbrücke, die war vielleicht dreißig Meter tief etwa.

00:17:45: Und dann war Schluss.

00:17:47: Der Bronco ist auf dieser Autobahnbrücke, auf der Autobahn, angehalten, nicht mehr weitergefahren, der ruckelte nur noch.

00:17:56: Und ich bin rechts an die Seite gefahren, dachte, um Gottes Willen, da geht es dreißig Meter runter.

00:18:02: Und die Fahrt war bis dahin erst mal zu Ende.

00:18:09: Jürgen hat ihn dann aber noch überredet bekommen, doch noch mal anzuspringen.

00:18:13: Und ... Wir sind dann von dieser Brücke noch runter, also immer noch auf der Autobahn.

00:18:19: Brücke weg, Autobahn war noch da.

00:18:23: Und Gott sei Dank gab es dann eine Stelle, da war dann sogar noch so ein Standstreifen, wie wir den aus Deutschland kennen.

00:18:29: Und da war dann aber Schluss.

00:18:32: Wir hätten es vielleicht noch weiter geschafft, aber das war uns zu riskant, weil es war keine Ausfahrt in Sicht.

00:18:38: Und man wusste auch nicht, was kommt hinter dem nächsten Berg.

00:18:41: Deswegen haben wir uns entschieden, wir bleiben hier stehen und müssen irgendwie sehen, wie wir hier wieder wegkommen.

00:18:45: Das ist wieder ein weiteres Learning hier im Podcast.

00:18:50: Was machst du?

00:18:50: Du kennst ja deinen Auto.

00:18:52: Der Motor lief, also ist der Motor nicht kaputt.

00:18:54: Haken dran.

00:18:56: Wenn man langsam Gas gibt, geht der Motor ruckelnd nicht mehr weiter, kein Stück mehr.

00:19:03: Wenn du aber einfach nur das Automatikgetriebe laufen lässt, rollt der Wagen noch ganz, ganz langsam.

00:19:10: Also Warnblinker an, Standstreifen, rollen, rollen, rollen, so lange, wie man es aushalten kann, nervlich.

00:19:18: Und ich habe es dann halt bis zu der besagten Stelle, die Alex beschrieben hat, nervlich ausgehalten und gesagt, ich fahre keinen Meter mehr weiter.

00:19:25: weil der Standstreifen immer schmaler wurde.

00:19:28: Also war die Entscheidung und da auch wieder das Learning, was wir auch richtig gemacht haben.

00:19:33: Anhalten, Unfallstelle sichern oder Prannenstelle sichern.

00:19:39: Es war dunkel draußen mittlerweile, also Motor laufen lassen, alle Lichter anmachen und zu Gott beten, dass nichts Schlimmes passiert.

00:19:48: Da hat ja jeder seinen eigenen Gott, aber ich glaube, wir haben den richtigen, glaube ich, erwischt, oder?

00:19:58: Ja, wir haben dann erst mal, das war ein Dreieck rausgekramt.

00:20:02: Ich war mir sicher, dass es irgendwo hinterm sitzt.

00:20:04: platziert.

00:20:05: Das war es dann auch irgendwo unter anderen Andern und Utensilien.

00:20:09: Haben sie aber Gott sei Dank gefunden.

00:20:11: Und dann haben wir gesagt, wir müssen uns auf jeden Fall auch noch die Warenwesten anziehen, sonst ist das hier viel zu gefährlich.

00:20:17: Und während wir unsere Sachen zusammensuchten, hielt dann auch schon der erste Abschleppwagen an.

00:20:23: Da kamen wir aus dem Nichts, aus heiterem Himmel stand er da, als ob er auf uns

00:20:26: gewartet hätte.

00:20:29: Betrug, ja ein Abschlepper ist da.

00:20:32: Jeder denkt um Gottes Willen.

00:20:34: die die Wege-Lagerer kommen.

00:20:36: Es kam dann aber auch die Polizei.

00:20:38: Die gab mir die Hand.

00:20:40: Ja, also der Motorradpolizist gab mir die Hand und ich habe gesagt, ich bin mir gar nicht so sicher, kann ich dem vertrauen?

00:20:48: Und der sagte natürlich, auf den Autobahn dürfen nur lizenzierte Leute abschleppen.

00:20:52: Natürlich kannst du dem vertrauen und mach dir mal keine Sorgen, alles läuft gut.

00:20:58: Und dann ist natürlich, wir waren auf Hundert neunzig, dann auf Hundert achtzig, der wieder runter gegangen und der Abschlepper fing dann halt langsam an.

00:21:10: ins Doing zu kommen, nachdem wir die ganzen Regularien geklärt haben, nachdem Alex auch Gott sei Dank beim ADAC angerufen hat.

00:21:19: Ich habe unseren Kameramann parallel noch informiert, der in Tanga lebt

00:21:24: und habe

00:21:25: mit ihm noch mal so ein bisschen durchgespielt, was man machen kann.

00:21:29: Mein Freund Shachi Petey fing an, Unsinn zu erzählen.

00:21:32: Da habe ich den direkt beiseite gelegt.

00:21:34: Hör auf damit!

00:21:35: Wir stehen nah an einer Autobahnbrücke, sonst fliegst du runter.

00:21:39: Und dann hat der Abschlepper dann angefangen seine Arbeit zu machen.

00:21:50: Auf einer Autobahn stehen zu bleiben ist immer schlimm.

00:21:56: Über eine Brücke zu fahren, um nicht achtzig Meter runter stehen zu bleiben, war schon mal gut.

00:22:04: Aber dass wir natürlich auf einer Autobahn in Marokko stehen, ist eigentlich das Worst Case-Szenario.

00:22:13: Aber alle sind hier mega, mega, mega nett.

00:22:16: Hier gibt es nur offizielle

00:22:18: Abschleppwagen.

00:22:19: Ein Polizist kam und sagt, mach dir keine Sorgen.

00:22:23: Wir regeln das hier alles für dich.

00:22:25: Das ist hier alles offiziell.

00:22:27: Und wir werden jetzt sogar bis zum Campingplatz abgeschleppt.

00:22:31: Und dann wird endlich dieses TFUI-Modul rausgebaut.

00:22:35: Wir fahren in der Werkstatt, checken das Auto durch.

00:22:39: Das war natürlich alles eine Riesenangstsituation hier.

00:22:44: Wir kommen grad vom Hafen, grad aus der Zeugontrolle, Autos geröntcht worden und dann das.

00:22:51: Braucht doch kein Mensch, oder?

00:22:54: Bevor er das getan hat, haben wir erst mal den Preis ausgehandelt.

00:22:59: Er ging dann irgendwann drastisch runter.

00:23:02: und hat dann aber schnell gemerkt, mit seinem kleinen Abschleppauto, kommen wir da nicht weit.

00:23:08: Da kriegen wir den Bronco gar nicht draufgehoben.

00:23:12: Daraufhin hat er dann direkt Hilfe angefordert und hat einen Kollegen angerufen und hat gesagt, der braucht jetzt noch ungefähr eine halbe Stunde bis drei Viertelstunde, bis er hier ist und dann schleppen wir euch ab.

00:23:27: Der ... Schienen wirklich so auf den Autobahnen zu leben, hat man auch so gemerkt, wie er sich verhalten hat.

00:23:34: Und die Abschlepper, wenn die da so eine fünf Tonnen Kiste drauf bekommen, die gehen dann nicht mehr runter.

00:23:39: Die haben auch so Sicherheitsmechaniken dran.

00:23:42: Und deswegen mussten die so ein bisschen tricksen, das Biest da drauf zu bekommen und haben dann letztendlich mit zwei Seilwinden von zwei Abschleppwagen den Bronco auf einmal da drauf gezogen.

00:23:55: Und dabei stand er zum Teil auch auf der Hälfte des rechten Fahrstreifens der Autobahn.

00:24:03: Und sein Kollege sagte schon, hey, komm mal ein bisschen rüber.

00:24:07: Ich weiß, was ich hier tue.

00:24:09: Also, der lebte auf der Autobahn.

00:24:11: Der war cool, der Typ, der war auch lustig.

00:24:14: Wir haben nie uns richtig mit ihm doch verständigen schon, aber man wusste gar nicht, was das ein Misch aus Sprachen war.

00:24:25: Mein bestes Learning können wir da nicht anwenden, weil ihr wisst ja, wenn ihr eine Sprache nicht versteht, müsst ihr erst mal vier Whiskey trinken und dann kann man fünf neue Sprachen miteinander sprechen und das können wir natürlich im arabischen Land nicht tun.

00:24:43: Ja, die ganze Sache, die... Die war für mich total beängstigend und ich glaube für dich auch am Ende.

00:24:50: Also es war schon sehr unheimlich, da am Seitenstreifen zu stehen und zu warten, bis der Abschleppwagen kommt und von hinten kam die Lkw an und die PKW und es war wirklich stockdüster mittlerweile geworden.

00:25:02: Wir waren froh, dass der eine Abschleppwagen da noch ein bisschen geleuchtet hat mit seinen Blinkern.

00:25:08: und was ich aber sagen muss, also ich habe mich sicherer gefühlt an dieser Autobahn zu stehen als bei uns, mir ist mal in Deutschland ein Reifen geplatzt und da musste ich auch auf den Stand streifen.

00:25:21: Und ich bin tausend Tote gestorben, jetzt waren es nur hundert, glaub ich, weil die Lkw-Fahrer, die waren sehr rücksichtsvoll, die haben zum Teil auch die anderen Autofahrer gewarnt, dass da ein Hindernis kommt und da hab ich mich wirklich ein bisschen sicherer gefühlt, muss ich

00:25:38: sagen.

00:25:39: Ihr werdet das ja, wenn ihr YouTube schaut, auf YouTube sehen.

00:25:43: Was das für ein Licht da mehr dann dort war, was wir da mit dem Abstepper zusammen produziert haben.

00:25:50: Wahnsinn.

00:25:51: Okay, irgendwann war der Bronco drauf.

00:25:53: Ja, stopp da nicht was zu sagen.

00:25:55: Oh, jetzt kommt's.

00:25:58: Das hört sich jetzt so cool an, irgendwann war der Bronco drauf.

00:26:00: Also das war eine Aktion, bis der Bronco da drauf

00:26:04: war.

00:26:06: Solange Jürgen noch drin saß und das Fahrzeug da irgendwie drauf gelenkt, hat war alles gut, war ich auch beruhigt.

00:26:13: dann musste aber diese Schräglage vom Abschlepper, das ist ja wie eine Rampe, dann die da runterfährt, das Auto ist draufgefahren und das musste ja jetzt wieder in die Waagerechte gebracht werden.

00:26:24: Und das war ein Akt, da habe ich gedacht, gleich bricht diese Rampe mitten durch, der Bronco fällt runter und die Teile von der Rampe, die fliegen uns hier um die Ohren.

00:26:36: Also das fand ich sehr, sehr unheimlich.

00:26:39: Ja, wir sind ja die Böschung rauf und haben sich da jetzt Abstand genommen, aber es war wirklich unheimlich.

00:26:44: Komm mal mal zum nächsten Learning.

00:26:48: Was man gar nicht unterschätzen darf, wenn alles eingepackt ist, der Bronco steht oben drauf, blinkt noch, Warnblinker ist noch an, hinten steht noch das Warndreieck, passt da bitte auf.

00:26:58: Ihr müsst den ganzen Mist von der Autobahn wieder einpacken.

00:27:02: Das ist keine leichte Sache, die man unterschätzen sollte.

00:27:05: Ihr müsst genau auf den Verkehr achten.

00:27:07: Waren drei Eckschnappen zur Seite gehen, einpacken, einfach in den Wagen reinschmeißen.

00:27:13: Und dann musste ich noch mal hoch.

00:27:14: Ich musste dann noch mal auf dem Abschleppwagen einsteigen in den Bronco und das Warnlicht ausmachen.

00:27:21: Und dabei habe ich einen ganz entscheidenden Fehler gemacht.

00:27:25: Das dürft ihr niemals machen.

00:27:27: Ich bin aus dem parkenden Bronco rausgesprungen.

00:27:31: Und das war Minimum drei Meter höher.

00:27:35: Auf mein Gelenk, was sowieso schon angegriffen war.

00:27:38: Und dachte Gott, jetzt habe ich es gebrochen oder jetzt ist es zu Ende.

00:27:42: Gott sei Dank war es nicht so.

00:27:45: Das wäre nämlich die nächste Katastrophe gewesen.

00:27:48: Nicht, dass er dann jetzt zum ersten Mal irgendwie nicht gehen hätte können.

00:27:53: Und auch, dass Auto vielleicht nicht mehr fahren könnte.

00:27:56: Ja, zwei Wochen vorher hat er nämlich einen Gichtanfall gehabt, der liebe Jürgen.

00:28:03: Und konnte auch nicht laufen.

00:28:06: Und das wäre dann jetzt vier Wochen am Stück ohne laufen gewesen.

00:28:09: Das wäre furchtbar geworden.

00:28:11: Aber zum Glück ist nichts passiert.

00:28:12: Nein.

00:28:13: Also, Abschleppwagen fährt los.

00:28:16: Dann kommt die Zoll.

00:28:17: Ach, die Mautstation.

00:28:19: Sorry, die Zoll hatten wir ja schon.

00:28:21: Dann kommt die Mautstation.

00:28:22: Direkt Polizeikontrolle.

00:28:24: Ich denke, jetzt müssen wir wieder aufgehalten werden.

00:28:27: Der Polizist kam auch schon, weil er diese merkwürdige Komponente, Bronco auf Abschleppwagen, riesiges Zeugs, kommt da angefahren, sieht.

00:28:36: auf einmal grüßen die beiden sich.

00:28:37: Der Fahrer und auch der Polizist.

00:28:40: Erste Kontrolle überlebt.

00:28:42: Er schien der Herr der Autobahn.

00:28:45: Alle Polizisten in Marokko zu kennen.

00:28:48: Wir durften einfach weiterfahren.

00:28:50: Und auch die Mautstation, da musste nix bezahlt werden.

00:28:53: Der ist einfach so eine Fünfzig Kilometer da durchgebraust.

00:28:57: Und das war dann, glaube ich, im letzten Kreisverkehr wieder der Fall.

00:29:03: Da stand wieder Polizei, wieder Polizeikontrolle.

00:29:06: Wieder grüßen sie sich.

00:29:07: Er war jedes Mal ein Lacher.

00:29:09: Und dann hat er uns im Gegensatz jetzt zu Deutschland nicht zur nächsten Werkstatt abgeschleppt, sondern der hat uns hier auf den Campground abgeschleppt.

00:29:18: und eben war schon der Mechaniker Dali, das hier gleich reparieren wird vor Ort.

00:29:26: Aber nicht, dass wir schon angekommen sind.

00:29:28: Zwischendurch gab es natürlich noch das eine oder andere Ereignis.

00:29:33: Es waren noch so vierzig Kilometer zu fahren.

00:29:37: Und plötzlich haben wir auf der rechten Seite den nächsten Unfall miterlebt.

00:29:44: Also es muss unmittelbar zuvor passiert sein, da ist ein PKW von der Fahrbahn abgekommen, über den Graben am Seitenstreifen rüber gerutscht und ins Feld reingefahren.

00:29:56: Da musste man natürlich nochmal anhalten, unser Abschleppwagenfahrer.

00:30:01: musste gucken, ob er da auch noch helfen kann.

00:30:04: Aber das war schon alles geregelt und wir konnten dann

00:30:06: weiterfahren.

00:30:07: Aber das war nochmal ein Schreck.

00:30:10: Für mich

00:30:10: auch.

00:30:11: Insbesondere?

00:30:12: Ja, für mich insbesondere.

00:30:13: Weil

00:30:14: ich hab ja in der französischen Artikulation verstanden, sein Kollege, wir haben mit dem Absteppwagen der vorher da war, verunglückt, und da waren zwei ganz kleine Kinder an.

00:30:23: Boah, ich hab mich so erschrocken, aber du hast ja direkt gesagt, nein, nein, nicht der Kollege.

00:30:28: Boah, also hab ich gedacht, das wär jetzt noch mal so ein I-Tüpfelchen drauf gewesen.

00:30:34: Ja.

00:30:34: Das war es dann, aber auch, wie das Abschleppauto sich manchmal verhalten hat während der Fahrt, das erinnerte mich auch an das Ruckeln des Broncos

00:30:43: vor.

00:30:44: Ich hab auch schon so bei mir so im Stillen gedacht, es ist ja gar kein Unterschied, der ruckelt ja einfach so weiter wie vorher.

00:30:52: Ja, da ist mir auch, auf der Fahrt ist mir das Herz in die Hose gerutscht und ich war total angespannt, weil.

00:30:59: ich hab dann

00:30:59: immer Kopfkino

00:31:01: und hab gedacht, gleich ... Fliegt der Bronco da runter, weil es hat so geruckelt.

00:31:06: Es war zum einen wegen der Straßenverhältnisse.

00:31:09: Das war keine schlechte Straße, aber eine rubelige Straße.

00:31:14: Und das Auto machte auch keinen gesunden Eindruck, ehrlich gesagt.

00:31:18: Aber

00:31:20: da waren wir einfach zu sensibilisiert.

00:31:22: Wir hätten da ein bisschen cooler sein können, wenn wir es dann können.

00:31:26: Aber wir sind ja nun mal so, wie wir sind.

00:31:28: Und so ist immer dann hier auch angekommen.

00:31:32: Und das war dann ganz lustig.

00:31:34: Der Campground ist nicht so leicht vom Eingang zu finden.

00:31:38: Also sind wir erstmal an dem Restaurant vorbeigefahren, haben dann nochmal gedreht, kam wieder zurück.

00:31:43: Das erste, was mir ins Auge fiel, war eine Rinderhälfte, die in einer Atmetzgerei hing.

00:31:50: Und dann haben wir so den Eingang des Campgrounds gesucht, gemeinsam mit dem Fahrer.

00:31:57: Da war Jürgen erst mal beruhigt, da gab es was zu essen und es sah auch noch geöffnet aus.

00:32:04: Und das wäre jetzt die Katastrophe schlechthin geworden, wenn dann auch das Abendessen wieder ausgefallen wäre.

00:32:13: Alex ruft also den Betreiber an.

00:32:15: Der Betreiber sagt, ich stehe hier, ich warte auf euch, es ist niemand da.

00:32:19: Ich öffne ein riesiges rotes Tor, damit der Abschlepper da reinfahren kann.

00:32:24: Dahinter war so ein Schlagbaum.

00:32:26: Wollte ich eigentlich auch noch öffnen.

00:32:27: Auf einmal kam der Koch rausgelaufen.

00:32:30: Alle anderen so in der Art, hey, wer öffnet das Tor denn hier so ein?

00:32:34: Da waren wir an der ganz falschen Stelle.

00:32:36: Wir haben ein ganz falsches Tor geöffnet.

00:32:41: Ja, das Richtige haben wir dann auch gefunden.

00:32:43: Ich habe dann nochmal angerufen beim Campingplatz und die haben gesagt, hier ist ja keine Abentur.

00:32:48: Und dann haben wir auch verstanden, das ist hier das falsche Tor.

00:32:51: Wir müssen ja einmal ums Gelände rumfahren, um zum Richtigen zu kommen.

00:32:56: Dann hat er

00:32:57: uns hier abgesetzt,

00:32:58: unser Abschleppwagen hat uns direkt auf unserem Campground Feld abgesetzt.

00:33:04: Wir haben uns noch was

00:33:05: ausgesucht,

00:33:06: wenn wir uns hinstellen.

00:33:07: Ja, und dann fing der schöne Teil des Abends an.

00:33:11: Dann fing der sehr schöne Teil des Abends an, denn wir wurden hier so herzlich empfangen wie Freunde, die schon immer da waren.

00:33:20: Und es musste ja dann jetzt sehr schnell auf das Thema kommen.

00:33:24: Wer bezahlt denn jetzt diese ganze ganze Kapelle, die da bestellt wurde.

00:33:28: Der Abschleppwagenfahrer wollte ja sein Geld haben.

00:33:31: Wir hatten kein Bargeld und ich sah mich schon wieder zurück, mit dem nach Tanger fahren, um zum Geldautomaten zu gehen.

00:33:39: Das ist selbstverständlich, in meiner Welt nicht, aber hier scheint das selbstverständlich zu sein, dass der Betreiber des Campingplatz an seine Kasse ging, das Geld rausholte, den Abschleppwagenfahrer bezahlte.

00:33:55: Das war ihm ganz wichtig, auch dass da gar nicht groß drüber gesprochen wurde.

00:33:59: Dann war der schon mal weg und wir konnten schon mal so ein bisschen so runter

00:34:04: kommen.

00:34:07: Ja, dann hat uns der Betreiber hier noch auf dem Gelände rumgeführt, hat uns das Restaurant gezeigt.

00:34:13: Das war richtig spektakulär.

00:34:15: Da gab es riesengroße Stationen mit Nachtisch und Obst.

00:34:19: Das war so meine Insel.

00:34:24: Und für die ganzen Hauptspeisen.

00:34:25: Also für jeden Gang gab es eine Station.

00:34:27: Es gab die Fischtheke mit dem frischen Fisch, der hier direkt vor der Tür geangelt wird.

00:34:33: Es gab die Fleischtheke.

00:34:35: Da gebe ich lieber wieder.

00:34:36: Jürgen weiter.

00:34:39: Die Fleischtheke, ihr kennt ja den typischen Türken, der da so seine Köfte und was weiß ich, was so ausstellt, stellt euch die Doppel zu groß vor.

00:34:48: Ihr seht dann noch die Rinderhälften von der Decke hängen und alles sieht wie eine Metzgerei aus.

00:34:53: und dann nimmt man sich das Tablett und sucht sich das, was man essen will, aus und legt das praktisch auf das Tablett mit dem Herrn zusammen, der das nachher dann auch für uns grillt.

00:35:04: und dann haben wir eine fantastische grillplatte bekommen.

00:35:07: Da war

00:35:07: alles

00:35:08: mit dabei.

00:35:09: Hund, Rind, Lamm, da gab es ganz viel Leber, es gab verschiedenste arten von Spießen, es gab ganz tolles Hackfleisch, wo ganz tolle unglaublich leckere, würzige Minz-Hackfleischbällchen haus gemacht und ein riesigen Tomatensalat.

00:35:28: und ich Das hat mich echt wie im Paradies gefühlt.

00:35:33: Dazu gab es marokkanischen Whiskey.

00:35:37: Ich dachte, ich kann mal jetzt keinen Whisky trinken und nach diesem Gist attacken.

00:35:41: Und ist es nicht auch verboten,

00:35:43: in

00:35:43: Marokko Whisky zu trinken?

00:35:45: Und dann lachte der schon so und sagte, nein, so nennen wir doch unseren Tee hier.

00:35:51: Das ist doch der marokkanische Whisky.

00:35:53: Und im Übrigen, du kannst natürlich auch Alkohol trinken, aber da musst du weiter in eine Bar gehen oder so.

00:35:59: In Restaurants gibt es üblicherweise in Marokko natürlich kein Bier und auch kein Alkohol.

00:36:07: Fanden wir aber gar nicht so schlecht.

00:36:08: Der Tee hat super gut geschmeckt.

00:36:10: Also da haben wir die ganze Kerne dann leer gemacht.

00:36:13: Lecker, ich glaube mit Honig oder mit Zucker, egal.

00:36:15: Gesüßt und ja, war schön warm.

00:36:19: Es war nämlich eisekalt gestern Abend.

00:36:22: Und der hat dann schön den Magen von

00:36:24: innen gewärmt.

00:36:25: Ja, und wie cool ist das?

00:36:27: Wie

00:36:28: wird man als Gast aufgenommen, wenn es erst ganz zum Schluss daran geht, wie gibt man dem Mann sein Geld zurück?

00:36:35: Wie ist es zu zahlen?

00:36:37: Wie lange bleibt man hier?

00:36:39: Wir können hier so lange bleiben, wie wir wollen.

00:36:42: Wie funktioniert das alles hier?

00:36:44: Erst mal

00:36:45: ankommen, erst mal sich sicher fühlen, erst mal überhaupt mal diesen ganzen Schock.

00:36:52: dieses Wahnsinns-Tag verarbeiten.

00:36:55: Und ich hab die ganze Nacht dafür gebraucht, das zu verarbeiten.

00:37:00: Wir haben also eigentlich am ersten halben Tag

00:37:02: Marokko

00:37:04: schon das komplette Land in unser Herz geschlossen und können uns gar nicht mehr vorstellen, dass hier noch Sachen zu toppen sind.

00:37:12: Und Hut ab, wirklich Hut ab, schwer beeindruckt.

00:37:18: Ich habe auch jetzt nicht mehr so viel Angst vor dem Weiterfahren, selbst wenn wir noch mal eine Panne haben.

00:37:23: Wir haben jetzt schon den nächsten Kontakt in der Sahara.

00:37:27: Der hat sich mit uns über Insta verbunden.

00:37:30: Normalerweise repariert er auch die Rallye Dakar-Fahrzeuge und der ist schon ganz heiß drauf, den Bronco auch mal unter die Lupe zu nehmen.

00:37:40: Von daher, wenn uns hier noch was passiert, ich glaube besser als hier sind wir nirgendwo aufgehoben.

00:37:48: Und so soll es ja auch sein, das ist ja hier kein Urlaub, sondern wir haben hier noch einiges vor.

00:37:53: Und da kommen wir vielleicht auch zum Anfang wieder zurück.

00:37:56: Wir hatten ja am Anfang gesagt, jemand hat geschrieben langweilig, schreibt uns ruhig wieder drunter, wie euch die heutige Folge gefallen hat, ob wir das so weitermachen sollen und ob sie wirklich langweilig war und was wir besser machen können.

00:38:11: Und dann machen wir das

00:38:12: für euch.

00:38:13: und geben unser bestes aber schreibt nicht einfach nur langweilig darunter weil dann wissen wir ja gar nicht was wir machen wollen und geben jeden tag hier ein kleines Prozent mehr in unsere Arbeit, in unsere Business-Weltreise und werden auch das ganze Thema Business jetzt immer mehr verstärken, weil wir wollen halt uns ganz klar auch von anderen Kanälen abheben, wo es nur um das Thema Reisen geht.

00:38:40: Wir werden die Reisen zeigen, wir werden aber auch sehr viel über das Geschäft sprechen und Vielleicht auch die ganz nahner Geschichten.

00:38:48: Warum sitzen die beiden draußen vor ihrem Bronco in der Natur und nehmen einem Podcast mit so einem Riesenpuschel auf und nicht im Studio?

00:38:56: Ja, warum?

00:38:58: Das können wir uns alle zusammen fragen, wenn ihr diese Frage stellt.

00:39:02: Und folgt uns gerne auf linktree-slashmiles-meetsmoments.

00:39:07: Dort sind alle links unsere Reise verzeichnet, auch zu unserer Homepage, zu unserem neuen Blog.

00:39:13: Wir haben einen ganz tollen Timer draufgebaut, wo ihr seht, dass wir jetzt schon fast fünfzehn Tage unterwegs sind.

00:39:20: Und für mich war es das, glaube ich.

00:39:22: Ich habe, glaube ich, nichts vergessen.

00:39:24: Und möchtest du noch was sagen zum Schluss, lieber Alex?

00:39:28: Nee,

00:39:29: nur tschüss.

00:39:31: Tschüss und bis zur nächsten Folge.

00:39:33: Ciao.

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